Zaeske
Das alte Gemeindezentrum- Ensemble aus dem Entstehungsjahr 1958 war deutlich in die Jahre gekommen und wies einen erheblichen Sanierungsstau auf, sodass dringender Handlungsbedarf für die Kreuzkirchengemeinde bestand.
Die Gemeinde zählte zu Planungsbeginn der Sanierung 2006 etwa 3.300 Gemeindemitglieder und sowohl das Zentrum als auch das große Pfarrhaus entsprach nach den Richtlinien der EKHN nicht mehr den räumlichen Vorgaben der Landeskirche.
Eine Verkleinerung und Neuorganisation der Gebäude und somit eine Verbesserung der Abläufe der Gemeindearbeit sollte durch eine grundsätzliche Neukonzeption der Anlage erreicht werden.
Da die Gebäude des Gemeindezentrums in ihrer Grundsubstanz, auch in energetischer Hinsicht, nicht mehr den aktuellen Standards entsprachen, wurde sich für ein Neubau entschieden.
Im Zuge der Neustrukturierung des großen Kirchengrundstückes, welches geteilt und teilweise veräußert wurde und damit entsprechende Mittel zur Verfügung standen, konnte ein neues Gemeindezentrum und ein neues Pfarrhaus in verkleinerter, kompakter Form im Passivhaus-Standard entstehen.
Der entstandene großzügige Gemeindesaal und mehrere weitere Räume für die Kirchen- und Jugendarbeit können vielfältig im Rahmen eines aktiven Gemeindelebens genutzt werden.
Der Saal kann durch mobile Trennwände geteilt und somit verschiedenen Gruppen parallel zur Verfügung gestellt werden. Große Glasöffnungen und ein Lichthof lassen eine helle freundliche Atmosphäre entstehen.
Das Gemeindezentrum rückt durch den Lichthof (Glasfuge) etwas vom Kirchengebäude ab. Der denkmalgeschützte Sakralbau wird somit freigestellt und ist in seiner prägnanten Gestalt allseitig erlebbar. Ein großes Vordach verbindet den Kircheneingang mit dem Zugang zum Gemeindezentrum.
Die modern- schlichte, eingeschossige Bauweise des Zentrums lehnt sich an die, im ersten Blick, moderne Form des Campanile an und folgt in seiner Grundrissgestalt streng den Vorgaben des Grundstücks.
Das denkmalgeschützte Kirchengebäude, ein Kulturdenkmal der späten 50er Jahre, soll durch die zurückhaltende Formsprache des neuen Zentrums deutlich hervorgehoben werden. Dies war auch der ausdrückliche Wunsch der Denkmal- Behörden.
Die Außenhülle des Kirchengebäudes konnte in der Gesamtmaßnahme in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege in seiner bauzeitgemäßen Farbigkeit ebenfalls grundlegend saniert werden.